Presseportal

Ausgezeichnete Forschung in Oldenburg: KIZMO gewinnt BMBF-Wettbewerb „Industrie-in-Klinik-Plattformen“

am .

Hohe Anerkennung für Oldenburger Ärzte und Wissenschaftler

<Oldenburg / Berlin 31.05.2016>Das gemeinsam vom Evangelischen Krankenhaus Oldenburg und der Hörzentrum Oldenburg GmbH betriebene „Klinische Innovationszentrum für Medizintechnik in Oldenburg“  – kurz KIZMO – spielt in Deutschland eine herausragende Rolle bei der Entwicklung von Medizinprodukten. Nachdem sich das KIZMO 2015 bereits als einer der Gewinner des Wettbewerbs für die Konzeptionsphase durchsetzen konnte, kann das Oldenburger Konsortium sich nun über den nächsten Erfolg freuen. Wie das BMBF am 31. Mai 2016 in Berlin verkündete, wurde das KIZMO nun neben vier anderen Plattformen aus den 17 eingereichten Konzeptskizzen für die Erprobungsphase ausgewählt. Die Plattformen können nun mit einer Förderung von drei Jahren und ersten modellhaften Forschungs- und Entwicklungsvorhaben erprobt werden.

Innovationskraft steigern und Ideen schneller umsetzen
Innovationen in der Medizintechnik benötigen teilweise Jahrzehnte, um von der ersten Idee bis zur breiten Anwendung bei Patienten zu gelangen. Manch gute Idee kommt gar nicht erst so weit. Regulatorische Rahmenbedingungen und hohe Entwicklungskosten verzögern den Innovationsprozess von Medizinprodukten. Eine engere Zusammenarbeit zwischen Unternehmen und Medizinern kann den Entwicklungsprozess beschleunigen, gestaltet sich jedoch in der Praxis immer wieder schwierig. Um dieser Herausforderung zu begegnen, hat das Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) in seinem Programm „Industrie-in-Klinik-Plattformen“ dazu aufgerufen, Konzepte zur Verbesserung des Entwicklungsprozesses von Medizinprodukten zu entwickeln. Das BMBF verfolgt hiermit das Ziel, einen aktiven Beitrag zur Steigerung der Innovationskraft der medizintechnischen Forschung und Entwicklung am Standort Deutschland zu leisten. Gefördert wird in zwei aufeinander folgenden Phasen.

KIZMO bündelt klinische Erfahrung für neue Medizinprodukte
Zur Umsetzung der gesteckten Ziele etabliert das KIZMO ein Dienstleistungsangebot, das eine systematische und anwendungszentrierte Entwicklung von Medizinprodukten im klinischen Umfeld ermöglicht. Prof. Dr. Hubert Löwenheim, Prof. Dr. Thomas Kretschmer und Dr. Rüdiger Schönfeld bringen ihre fachärztliche Expertise in die initial fokussierten Bereiche des KIZMO (HNO-Heilkunde, Neurochirurgie und Phoniatrie) ein. „Wir als klinisch tätige Ärzte sind oft bei der Forschung und Entwicklung von Medizinprodukten beteiligt. Das KIZMO eröffnet jetzt die Möglichkeit, diese Prozesse zu intensivieren und zu systematisieren“, so Prof. Dr. Thomas Kretschmer. Im Bereich Clinical User Centered Design (CUCD) bietet das KIZMO neben Innovationsworkshops, Marktforschung, Start-up Beratung und Bedarfsanalysen auch Forschung & Entwicklung sowie Evaluationsstudien an.

Auszeichnung als Motivation für zukünftige Arbeit
Das KIZMO wird gefördert vom Bundesministerium für Bildung und Forschung, Förderinitiative „Industrie-in-Klinik-Plattformen“, Förderkennzeichen 13GW0141. Es arbeitete bereits in der Konzeptionsphase auf Hochtouren und kann jetzt noch intensiver tätig werden.  „Wir konnten schon mehrere Aufträge akquirieren. Das zeigt, dass wir uns mit dem KIZMO auf dem richtigen Weg befinden“, freut sich Dr. Michael Buschermöhle, Ideengeber und Geschäftsführer der GmbH. „Die Entscheidung des Bundesministeriums ist für uns Bestätigung des bisherigen Engagements und Motivation zum Durchstarten.“

Weitere Informationen und Kontaktmöglichkeiten im Internet unter www.kizmo.eu und www.medizintechnologie.de.

 

Foto: Die Gewinner des BMBF-Wettbewerb „Industrie-in-Klinik-Plattformen“ bei der Urkundenübergabe (v.l.n.r.): Markus Müschenich (Flying Health), Christoph Monfeld (NeuroTechGate Bochum), Staatssekretär Georg Schütte, Ruth Kirschner Hermanns (MEC-ABC) und Dr. Michael Buschermöhle (KIZMO GmbH)